Vier Tage Taupo waren echt mal für die Katz… Manchmal sollte man echt nicht so viel auf die Meinung anderer geben. Da mir Auckland ja nicht gefallen hat, habe ich mich ja auf vier Tage Taupo verlegt, weil man mir gesagt hat, Wellington wäre genauso. Pustekuchen! Wellington ist super schön und ein wenig wie Hamburg. Das sollte ich aber später erfahren…
Zurück zu Taupo… Nachdem ich in Rotorua ja ein schön warmes Hostel hatte, war das hier wieder super kalt. Es gibt auch immer ein paar Idioten, die die Heizung tagsüber wieder abstellen… Wenigstens war überhaupt ne Heizung dort und sogar ein Badezimmer im Zimmer, was damit nicht so ganz furchtbar kalt war, aber immer noch kalt genug… Werde ich mich wohl dran gewöhnen müssen. Das Hostel an sich rechtfertigt die hohe Bewertung im Internet nicht für mich. Betten sind auch so furchtbar weich, dass ich schön Rückenschmerzen bekommen habe. Außerdem sind die Leute auch komisch gewesen. Und Asiainvasion!
Alles in allem habe ich viel gelesen und ausgeschlafen, nette Leute waren nicht im Hostel und es war reine Zeitverschwendung. Wetter wechselhaft und Stadt echt nur mäßig interessant. Sachen, die Spaß machen kosten immer noch Geld, auch wenn die Stadt klein ist. Gibt hier nur leider keinen Starbucks! Aber Geld habe ich gespart. Wie auch immer, ich war froh, als es dann weiter nach Tongariro National Park ging. Die Heimat von „Mt. Doom“, dem Schicksalsberg aus Herr der Ringe.
Bis wir dort angekommen sind, war es später Nachmittag und vorher sind wir zu den Waitomo Glowworm Caves gefahren. In einem Höhlensystem wohnen Millionen von Glühwürmchen und in einer geführten Tour (mit nur dem Guide, einem Mitreisenden und mir. Ich mag in der Nebensaison reisen!) haben wir diese dann bestaunen können.
Nach einem insgesamt dreistündigen Aufenthalt ging es weiter zum National Park. Das Reisen an sich ist ja schon faszinierend genug, was die Landschaft und auch das Wetter angeht. An einem Tag und einem Himmel hat man Regen, Wolken und Sonne. Wetterbericht ist quasi sinnlos, weil besagte Kombination andauernd wechselt.
Die Vulkane haben sich leider in Wolken gehüllt. Aber wir sind noch zu einem schönen Wasserfall gefahren. Der Wasserfall, an dem Gollum den Ring sucht. (für die „Herr der Ringe“-Interessierten unter uns) Sehr malerisch!
Ansonsten war an dem Abend nicht mehr viel anzustellen außer mit meinen Mitreisenden zu quatschen. Und zwar bis spät abends. Wie gerne hätte ich dazu eine Flasche Wein gehabt! Wenn man mir denn eine verkauft hätte!! In manchen Dingen haben die Kiwis doch echt nen Rad ab: Nicht nur, dass sie meine „ID“ sehen wollten. Es reichte dann auch kein Führerschein oder Personalausweis. Nein, es soll schon der Reisepass sein! Erstens sehe ich sicher nicht mehr so jung aus und zweitens schleppe ich doch so ein wichtiges Dokument nicht in meiner Handtasche herum. In Australien ist das ganze nie nen Problem gewesen. Also habe ich das erste Mal seit mindestens 10 Jahren keinen Alkohol bekommen. *kopfschüttel*
Am nächsten Morgen war dann wunderbares, klares Wetter und ich konnte die Vulkane doch noch sehen! Auch den berühmten Schicksalsberg.
An diesem Morgen war ich tatsächlich der einzige Passagier auf dem Weg nach Wellington. Das wäre das erste Mal laut der Busfahrerin. Aber war trotzdem gut, weil ich den ganzen Tag meinen persönlichen Guide hatte. Das Wetter war den ganzen Tag wunderschön. Viel davon sind wir aber auch gefahren. Witzig war die kleine Stadt Bulls, in der es nichts besonderes gibt abgesehen von einigen witzigen Schildern:
Ich mag diesen Humor hier. In einer Stadt gibt es zum Beispiel einen Zaun voll mit Schuhen, ich habe einen mit FlipFlops gesehen und es soll einen mit BH´s geben. In einer anderen Stadt sind alle Schilder aus Altmetall gemacht und sehr künstlerisch gestaltet.
Ansonsten gab es auf dem Weg vor allem die wundervolle Landschaft zu bestaunen. Mussten doch relativ lange fahren.
Wellington hat mir dann doch sehr gut gefallen und ich habe mich echt geärgert, dass ich vier Tage in Taupo verschwendet habe. Wellington hat einige schöne, alte Gebäude. Also nicht solche billigen Hütten und supermoderne Wolkenkratzer. Eine schöne Innenstadt mit vielen interessanten Läden. Nachdem ich zuerst im Museum Te Papa war, blieb mir leider nicht so viel Zeit um ausführlich zu stöbern. Trotzdem sehr schön durch die Straßen zu gehen. Erinnert mich ein wenig an Hamburg.
Morgen heißt es jedoch mal wieder früh aufzustehen, um dann die Cook Strait zu überqueren und endlich auf die Südinsel zu gehen. Das Wetter war ziemlich windig, könnte also ungemütlich werden…














