Und ab auf die Südinsel!

Wieder hieß es früh aufstehen. So wie die ganzen nächsten Tage auch. Abgesehen von zwei Tagen in Queenstown ist jeden Tag volles Programm. Komme nicht mehr dazu, mich zu langweilen.

Wellington ist auch morgens kalt und windig. Ein Glück gab es einen Shuttleservice zum Fährterminal. Ansonsten ist dieses nicht zu erreichen, außer man möchte 45 min zu Fuß gehen. Dafür habe ich immer noch definitiv zu viel Gepäck. Ich verstehe immer noch nicht wie andere das machen. Die scheinen alle weniger als ich zu haben.

Im Fährterminal ist es, wie nicht anders zu erwarten, furchtbar kalt. Das Schiff ist definitiv ein Schiff. Größer als ich erwartet habe. Man hat uns vorgewarnt, dass es ziemlich ungemütlich werden könnte. Also Reisetabletten geschluckt, die Guten von Christiane 🙂

Wieder Erwarten ist die ganze Überfahrt halb so schlimm. Die letzte Stunde war absolut ruhig und fast eine kleine Kreuzfahrt. Das letzte Stück nach Picton ist durch die Marlborough Sounds und wir haben sogar Delphine gesehen! Insgesamt dauerte die Überfahrt dreieinhalb Stunden. Haben eine Stunde gewartet, bis wir endlich abgelegt sind und dadurch waren wir eine halbe Stunden zu spät. Mein MagicBus soll mich ja am Fährterminal abholen. Hatte jetzt nur noch eine Viertelstunde um mein Gepäck zu holen und den Bus zu finden.

Da hier in Neuseeland ja alles sehr klein ist, hatte ich keine Probleme mein Gepäck und Bus zu finden. Und im Bus saß dann eine nette Überraschung: Phil, der schon auf der Nordinsel mitgereist ist, war auch wieder da. Wenigstens einer, den ich schon kannte. Er ist gestern gekommen und hat gesagt, es waren meterhohe Wellen und das halbe Schiff hat gekotzt. Habe ein Video gesehen, welches das Schiff zeigt. Es wird überspült mit Wasser! (siehe Phils Blog. Auf der MagicBus Facebook Page) Habe später herausgefunden, dass er auch ein Jahr Auszeit macht und in England bei der BBC arbeitet. Fürs Lokalfernsehen als Reporter. Also richtig im Fernsehen und so. Er hat auch einen Blog und versucht Magic Bus zu helfen, mehr Kunden für die Winterzeit zu bekommen. Dadurch kann er ziemlich viele Sachen umsonst machen. Hört sich im ersten Moment unfair an, aber er arbeitet ja quasi auch dafür. Sonst hat er auch nicht mehr viel Geld von seiner Weltreise übrig. Er ist jedenfalls super nett, und der Rest der Gruppe im Bus auch. Der Fahrer ist sehr neu, aber am nächsten Tag soll dann ein neuer kommen, der auch viel über das Land weiß. Ist immer komisch, sich an einen neuen Fahrer zu gewöhnen. Da ich wegen meinem Übelkeitsproblem versuche vorne zu sitzen, kann ich mich immer gut mit denen unterhalten. Ich hoffe, ich bekomme auf der Nordinsel nach Auckland zurück wieder den lustigen Guide.

Auf der Fahrt nach Nelson haben wir noch ein kleines Winetasting gemacht (gibt hier viel mehr Weingüter als ich dachte) Die Fahrt und Landschaft an sich war relativ unspektakulär bis wir an die Küste kamen. Schönes Wetter hatten wir und in Nelson war das Meer absolut windstill und spiegelglatt! Wie auf einer Postkarte. Leider gab es keinen Weg am Hafen längst. Bin dann so durch die Stadt gelaufen und habe mir was zum Essen geholt.

Die ganze Stadt ist klein und gemütlich. Der kleine Fluss ist glasklar. Überhaupt alles Wasser. Und das Wasser hat hier ein spektakuläres Blau. Sogar wenn die Sonne nicht mehr scheint. Meine Hostel ist endlich mal schön warm und ich bekomme sogar eine leckere Suppe ganz umsonst. Früh aufstehen heißt es morgen und ab zum Franz Josef Gletscher!

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